CRA, NIS2, ISO/IEC 42001: Warum 2026 der Nachweis-Aufwand steigt - und wie wir ihn beherrschbar machen

January 26, 2026 - Sebastian Amann - Founder AiAuditBuddy
CRA, NIS2, ISO/IEC 42001: Warum 2026 der Nachweis-Aufwand steigt - und wie wir ihn beherrschbar machen

2026 wird für viele Organisationen ein Jahr, in dem Cybersecurity-Nachweise noch stärker ins Zentrum rücken. Nicht weil plötzlich alle „mehr Papier“ lieben, sondern weil mehrere Entwicklungen parallel wirken: steigende Anforderungen aus Regulierung, mehr Fokus auf Lieferketten und Drittanbieter, und ein wachsender Bedarf an Governance rund um KI-Einsatz. Wer in Informationssicherheit, Compliance, IT oder Qualitätsmanagement Verantwortung trägt, spürt das bereits: Fragebögen werden länger, Audits detaillierter, Nachweise konkreter.

CRA: Produktsicherheit wird mess- und nachweispflichtiger

Der Cyber Resilience Act (CRA) setzt EU-weit Cybersecurity-Anforderungen für Produkte mit digitalen Elementen. Entscheidend ist: Er bringt nicht nur Anforderungen, sondern auch Zeitlinien. Laut EU-Kommission gelten Reporting-Pflichten ab 11.09.2026, während die Hauptpflichten ab 11.12.2027 greifen. 
Praktisch bedeutet das: Hersteller und Lieferanten werden mehr Dokumentation liefern müssen - und Kunden werden mehr abfragen. Das schlägt sich in Security-Questionnaires nieder („Wie geht ihr mit Vulnerability Management um?“, „Welche Secure Development Practices?“) und in Auditkatalogen, die konkrete Nachweise erwarten.

NIS2: Governance, Verantwortlichkeiten und Prozesse rücken nach vorn

NIS2 ist der zweite große Treiber. Unabhängig davon, ob jede einzelne Organisation direkt betroffen ist: Der Standard der Erwartung steigt. Viele Unternehmen orientieren sich an den Anforderungen, Kunden übernehmen sie in Lieferantenkataloge, und die interne Governance wird formalisiert. Das BSI bietet eine Betroffenheitsprüfung als Orientierungshilfe. 
Mehr Governance heißt: mehr wiederkehrende Nachweise (Rollen, Richtlinien, Risiko- und Incident-Prozesse, Schulungen, Kontrollen). Und das heißt wieder: mehr Fragebögen, mehr Audits, mehr Checklisten.

ISO/IEC 42001: AI-Governance wird prüfbar

Dritter Treiber: KI. ISO/IEC 42001 ist als AI-Management-System-Standard ein Rahmen, der AI-Governance strukturieren soll - inklusive Policies, Risikomanagement und kontinuierlicher Verbesserung. 
Sobald Organisationen KI einsetzen oder einkaufen, entstehen neue Fragen: Welche Daten? Welche Risiken? Welche Kontrollen? Welche Verantwortlichkeiten? Viele dieser Fragen landen in Beschaffungsprozessen oder werden Bestandteil von internen/externalen Audits.

Der gemeinsame Nenner: Evidence wird zum Engpass

CRA, NIS2 und AI-Governance wirken unterschiedlich - aber in der operativen Arbeit haben sie denselben Effekt: Wir müssen Aussagen häufiger belegen. „Wir machen X“ reicht nicht mehr. Es braucht Nachweise: Richtlinie, Prozess, Report, Protokoll, Schulungsnachweis, technische Evidenz.

Genau hier entsteht der Aufwand: Nachweise sind oft verteilt (SharePoint/Teams/Confluence/Ordner), Versionen sind uneinheitlich, und Antworten variieren je nach Bearbeiter. In der Folge kommt es zu Rückfragen, Rework und unnötiger Abstimmung.

Wie wir den Aufwand beherrschbar machen: Konsistenz + Belegkette + Gaps

Um 2026 nicht im Fragebogen-Sumpf zu versinken, braucht es drei Bausteine:

  1. Konsistenz: gleiche Frage = gleiche Antwort (über alle Fragebögen/Audits hinweg).

  2. Belegkette: Antwort → Nachweis → Fundstelle (prüfbar statt diskutierbar).

  3. Gap-Analyse: früh sehen, was fehlt, statt kurz vor Deadline zu improvisieren.

Diese drei Bausteine machen Audit- und Questionnaire-Arbeit planbar. Und sie helfen auch intern: Wenn IT, InfoSec, Datenschutz und Organisation dieselbe Basis verwenden, sinkt der Koordinationsaufwand drastisch.

Wie AiAuditBuddy dabei unterstützt

AiAuditBuddy ist als Plattform genau auf diese Logik ausgerichtet: Nachweise einmal hinterlegen, Fragebogen/Auditkatalog hochladen, Antworten nachweisgestützt erzeugen - inklusive Fundstelle. Gleichzeitig zeigt eine Gap-Analyse, wo Evidenz fehlt oder nicht ausreicht. Das reduziert Rückfragen, verbessert die Qualität und spart Zeit.

Für Unternehmen heißt das: weniger manuelles Copy-Paste und weniger Risiko, aus Versehen zu stark zu formulieren. Für Beratungen heißt es: Skalierung ohne lineares Stundenwachstum - weil Antworten und Evidenz wiederverwendbar werden.

Fazit

2026 ist ein Jahr, in dem „nachweisbare Cybersecurity“ noch wichtiger wird. CRA bringt konkrete Zeitlinien, NIS2 stärkt Governance und Lieferkettenanforderungen, und AI-Governance (ISO/IEC 42001) sorgt für neue Prüf- und Fragebögen. Wer darauf vorbereitet sein will, braucht einen Prozess, der Evidence strukturiert, Antworten konsistent hält und Gaps früh sichtbar macht. Genau damit wird aus Auditstress wieder planbare Arbeit.

Cookie Settings
This website uses cookies

Cookie Settings

We use cookies to improve user experience. Choose what cookie categories you allow us to use. You can read more about our Cookie Policy by clicking on Cookie Policy below.

These cookies enable strictly necessary cookies for security, language support and verification of identity. These cookies can’t be disabled.

These cookies collect data to remember choices users make to improve and give a better user experience. Disabling can cause some parts of the site to not work properly.

These cookies help us to understand how visitors interact with our website, help us measure and analyze traffic to improve our service.

These cookies help us to better deliver marketing content and customized ads.

{/* */}