NIS2 in Kraft: Welche Unternehmen betroffen sind – und wie man effizient NIS2-ready wird

Mit dem Inkrafttreten des deutschen NIS2-Umsetzungsgesetzes rückt ein Thema in den Mittelpunkt, das viele Unternehmen bisher nur am Rand beobachtet haben. NIS2 gilt nicht mehr nur für klassische KRITIS-Betreiber, sondern erweitert den Kreis der verpflichteten Organisationen erheblich. Statt weniger tausend Unternehmen sind künftig rund 30.000 Organisationen in Deutschland betroffen.
Für viele Verantwortliche stellt sich jetzt die zentrale Frage:
Fallen wir darunter – und was müssen wir konkret tun?
Wer ist von NIS2 betroffen?
NIS2 unterscheidet zwischen wesentlichen (essential) und wichtigen (important) Einrichtungen. Der Unterschied liegt vor allem in Aufsicht und Sanktionsrahmen, während die grundlegenden Anforderungen an Sicherheitsmaßnahmen und Meldepflichten in der Praxis sehr ähnlich sind.
Betroffen sind Unternehmen aus 18 Sektoren, darunter etwa:
Energie
Verkehr und Transport
Gesundheitswesen
digitale Infrastruktur
IT- und Managed Services / Cloud-nahe Dienste
Finanz- und Versicherungswesen
Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft
Post- und Kurierdienste sowie weitere Bereiche.
Als grobe Einstiegshilfe gelten häufig Schwellenwerte wie
mindestens 50 Mitarbeitende oder ≥ 10 Mio. € Jahresumsatz/Bilanzsumme, sofern der jeweilige Sektor unter NIS2 fällt.
Wichtig: Diese Kriterien dienen als Orientierung. Eine belastbare Einordnung erfordert immer die Prüfung des konkreten Geschäftsmodells, der Rolle in der Lieferkette und ggf. spezieller nationaler Ausnahmen oder Erweiterungen.
Was NIS2 praktisch verlangt
NIS2 ist kein reines Dokumentationsprojekt – aber ohne sauber belegte Nachweise wird die Umsetzung nicht auditfest. Unternehmen müssen organisatorische und technische Maßnahmen systematisch aufbauen, Risiken steuern, Sicherheitsvorfälle fristgerecht melden und Verantwortlichkeiten klar verankern.
In der Realität entsteht der größte Aufwand oft nicht bei der Entscheidung was zu tun ist, sondern bei:
dem Sammeln und Strukturieren vorhandener Nachweise
der Zuordnung zu den richtigen Controls
der sauberen Beantwortung einer Checkliste
und der Identifikation von Lücken, bevor Audits oder behördliche Nachfragen anstehen.
Gerade deshalb lohnt sich ein strukturiertes Vorgehen, das Nachweise und Controls von Beginn an zusammenführt.
Ein pragmatischer 5-Schritte-Ansatz
Betroffenheit prüfen
Sektor, Unternehmensgröße, Rolle in der Lieferkette.NIS2-Controls in eine klare Checkliste überführen
So entsteht eine einheitliche Arbeitsgrundlage.Nachweise zentralisieren
Policies, Prozesse, Rollen, Trainings, Lieferantenanforderungen, Incident-Prozesse.Gap-Analyse pro Control durchführen
Nicht „gefühlte Sicherheit“, sondern nachweisbare Erfüllung.Readiness langfristig pflegen
NIS2 ist kein einmaliger Sprint, sondern ein wiederkehrender Reifeprozess.
Wie AiAuditBuddy diesen Prozess beschleunigt
AiAuditBuddy ist ein KI-gestütztes Audit-Readiness-Tool, das genau diese operative Lücke schließt: Nachweise + Checklisten/Fragekataloge effizient zusammenbringen.
So funktioniert eine NIS2-Vorbereitung mit AiAuditBuddy in der Praxis:
In AiAuditBuddy hochladen
Eigene Nachweise ergänzen
AI-Scan starten
Sofort sehen:
aktuellen Readiness-Status
fehlende Nachweise
priorisierte nächste Schritte
Für Beratungsfirmen ist derselbe Workflow besonders wertvoll, weil mehrere Mandanten sauber getrennt bearbeitet werden können, ohne dass Nachweise oder Fragekataloge vermischt werden – und der Status je Kunde jederzeit transparent bleibt. Und das 10x effizenter.
Fazit
NIS2 betrifft mehr Unternehmen als je zuvor und macht Cybersicherheit stärker zu einem strukturierten Management- und Nachweis-Thema. Wer früh Klarheit über Betroffenheit, Controls und Evidenz schafft, reduziert Aufwand, Kosten und Stress erheblich. Ein effizienter, tool-gestützter Ansatz kann dabei helfen, NIS2-Readiness planbar und auditfest aufzubauen – und gleichzeitig eine Grundlage für weitere Frameworks wie ISO 27001 oder SOC 2 zu schaffen.